fahrstil –
das Radkulturmagazin
Branding, Corporate Design
und Editorial Design für eine mehrfach ausgezeichnete Publikationsreihe.
fahrstil war das erste deutschsprachige Fahrradkulturmagazin: keine Tests, keine Tabellen, sondern Geschichten, Haltung und visuelle Eigenständigkeit.
echtweiß entwickelte das Branding und das Corporate Design des Magazins – vom Logo über Typografie und Gestaltungsraster bis zu begleitenden Anwendungen wie Postkarten, Aufklebern und Merchandising. Seit der ersten Ausgabe verantworteten wir zudem die grafische Konzeption und Gestaltung der mehrfach ausgezeichneten Publikationsreihe.
Die besondere Aufgabe lag im Gleichgewicht: Jede Ausgabe widmete sich einem eigenen Thema und durfte visuell anders auftreten. Gleichzeitig musste fahrstil als Magazin unverwechselbar bleiben. Ein bewusst zurückhaltendes Signet, eine prägnante Typografie und ein enges Raster gaben den Rahmen; die Bildsprache, Illustrationen und Layoutideen konnten sich von Ausgabe zu Ausgabe frei entfalten.
So entstand ein Editorial Design, das nicht dekoriert, sondern Inhalte übersetzt: mal reduziert, mal laut, mal erzählerisch, mal absurd — aber immer aus dem jeweiligen Thema heraus entwickelt.
Kunde: Fritsch und Wettstein Verlag
Leistungen: Markenentwicklung, Editorial Design, Corporate Design
Medien: Logo, Magazin, Printmedien, begleitende Anwendungen
Ein Magazin, viele Themen, ein erkennbares System
Das Cover-GIF zeigt die Spannweite der Reihe: Jede Ausgabe folgt ihrem eigenen Thema, bleibt aber als fahrstil erkennbar.
Über die Jahre entstanden zahlreiche Ausgaben mit jeweils eigener Bildwelt, Farbigkeit und Tonalität. Das zurückhaltende Logo und das typografische Grundsystem sorgen dafür, dass fahrstil trotz wechselnder Gestaltung unverwechselbar bleibt.
Im folgenden beispielhaft Auszüge aus zwei Ausgaben.
Ausgabe °fett
Für die Ausgabe „fett“ wurde das Thema nicht nur kulinarisch verstanden, sondern als visuelles Spiel mit Körper, Schmierstoff, Ernährung, Überfluss und Bewegung.
Die Gestaltung arbeitet mit kräftigen Farbflächen, illustrativen Food-Motiven und bewusst überzeichneten Details. So entsteht ein Heft, das das Thema ernst nimmt, ohne die Schwere des Begriffs zu übernehmen — visuell direkt, humorvoll und mit deutlichem Magazincharakter.
Unterwegs mit dem Fatbike in den Wäldern Brandenburgs.
Ausgabe °links
Was haben Piraten und Herzkurven mit dem Thema links und Radfahren zu tun? In dieser Ausgabe geht es nicht nur bei Wigald Boning um Richtungen und Richtungswechsel, sondern auch um Fahrwerke und vieles andere mehr.
echtweiß hat bei allen Artikeln dieser Ausgabe das Gefühl gehabt, allmählich einen Drehwurm zu bekommen. Sei es der Gedanke, die Fotostrecke der auf links gedrehten Radklamotten nochmals spiegeln zu wollen oder durchaus ernstere Themen wie die Produktpiraterie in der Fahrradbranche mit einem grafischen Augenzwinkern zu versehen.
Welch‛ Einsichten sich bieten, wenn Radklamotten auf links gedreht
werden ...
Wer findet die fünf Fehler, die sich im zweiten Bild eingeschlichen haben?
„Das Lobbymeter ist eine Spezialität von fahrstil – und wird mit Schnapsgläsern angezeigt. Sie geben die wirtschaftliche Verquickung von Inhalt und Medium an. Das sorgt für Transparenz und manchmal einfach für Hintergrundanekdoten.“
H. David Koßmann, Chefredakteur
Aufgabe, Ansatz und Umsetzung
Aufgabe
2010 hatten zwei leidenschaftliche Radfahrer eine klare Überzeugung: Die bestehenden Fahrradmagazine waren langweilig, immer gleich, mit Tests, deren Glaubwürdigkeit fraglich war. Sie wollten etwas anderes – ein Magazin mit Tiefgang, das Fahrradkultur zeigt, nicht nur Produkte. echtweiß war von Anfang an Teil dieser Idee, nicht nur als Dienstleister, sondern mitentwickelnd.
Ansatz
Die Herausforderung war doppelt: Ein komplettes Branding für eine neue Marke entwickeln – und gleichzeitig ein Magazinkonzept, das über Jahre tragfähig bleibt, obwohl jede Ausgabe inhaltlich komplett unterschiedlich ist. Die Lösung war ein Gegensatzprinzip: künstlerische Freiheit im Layout, verankert durch ein enges typografisches Raster. So bleibt die Marke erkennbar, auch wenn sich die Gestaltung jeder Ausgabe radikal vom Inhalt leiten lässt.
Lösung
47 Ausgaben, mehrfach preisgekrönt, bis heute aktiv. Ein Magazin, das seiner Zeit voraus war – der große Fahrradboom kam erst Jahre später. Mehrere andere Magazine haben sich seither von fahrstil inspirieren lassen. Was bleibt, ist eine Marke, die zeigt: Gestaltung kann Haltung tragen, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen.
Sie planen ein Projekt, das mehr braucht als Gestaltung einzelner Medien?
Ich entwickle Markenauftritte und visuelle Systeme, die Inhalte ordnen, Haltung sichtbar machen und über unterschiedliche Anwendungen hinweg tragen.
Projekt anfragen